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My favourite Things«

Mein Beruf bedeutet mir viel. Aber Arbeit ist nicht alles. Wie jeder brauche auch ich Abwechslung, Ruhepausen und vor allem Inspiration. Davon profitieren ich und meine Arbeit.
Ich möchte meine Inspirationsquellen mit Ihnen teilen. Get inspired!

LAUFEN

Ich habe Schulsport gehasst. Bälle, Schläger aller Art – sind mir ein Graus. Aber ich liebe das Laufen. Angefangen regelmäßig zu laufen habe ich als Teenager. Seitdem begkeitet es mich. Je älter ich werde, desto regelmäßiger. Meist dreimal die Woche zwischen 30 und 45 Minuten. Marathon muss es für mich nicht sein.

Aufstehen, Kaffee auf die Faust, Schuhe an und los. Gar nicht erst nachdenken. Ausreden gibt es nicht und nach einer Zeit braucht man die auch nicht mehr. Das Laufen wird selbstverständlich. Von den offenkundigen physiologischen Wohltaten für den Körper schätze ich vor allem die meditative, fast therapeutische Wirkung. Der Kopf wird frei, oft fällt mir laufend die Lösung für ein Problem ein, kommt mir eine zündende Idee, lösen sich Denkblockaden. Leben ohne Laufen kann ich mir schlichtweg nicht mehr vorstellen.

Ein wunderbares Buch über das Laufen:  „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ von Haruki Murakami

LESEN

Ich bin süchtig nach Buchstaben, Wörtern, Sätzen. Das war schon immer so. Meine Mutter hat regelmäßig meine Nachttischlampe konfisziert. Es hat nie aufgehört. Wobei es unterschiedliche Phasen gibt. Zeitungen und Zeitschriften sind sozusagen mein täglich Brot. Bücher – besonders gerne Biografien – lese ich unregelmäßiger. Mal drei die Woche, dann wieder nur eins pro Monat.

Lesen vermittelt wunderbare Einsichten in andere Leben. Dabei interessiert mich die äußere Handlung – wie auch bei Filmen – eigentlich weniger (deshalb mag ich keine klassischen Krimis und auch historische Romane sind nicht meins). Spannender finde ich die Psychologie der Personen.

Das Gelesene wirkt bei mir unmittelbar. Stimmungen schlagen von einem auf den anderen Moment um. Das kann einen schlechten Tag unversehens verwandeln. Oder sie verstärken sich. Aber manchmal wirkt es ja karthartisch in Selbstmitleid zu versinken.

TRIBAL ART

Mein erster Senufo!

Auf die sogenannte Stammeskunst bin ich mehr oder weniger durch Zufall gekommen. Es gab zwar einige afrikanische „Skulpturen“ im Haus meiner Eltern – eher touristische Mitbringsel von Freunden –, die mir ganz gut gefielen, aber das hat mich nicht veranlasst mich näher mit dem Thema zu beschäftigen.

Aber dann verliebte ich mich auf der Art Cologne spontan in einen Webrollenhalter der Senufo, der sogar erschwinglich war. Trotzdem wollte ich ihn nicht kaufen, ohne mich zumindest grob orientiert und informiert zu haben. Also machte ich mich daran innerhalb kürzester Zeit einige Standardwerke zur afrikanischen Kunst zu besorgen und zu lesen. Und war fasziniert von der Schönheit der Objekte. Ich hatte schon immer ein Faible für den Expressionismus, insbesondere für die expressionistische Druckgrafik. Viele der Werke der Stammeskunst weisen genau dessen Merkmale auf: Klar, reduziert, stilisierte, abstrakte Formensprache etc.

Viele bedeutende Künstler – Picasso, Man Ray –  entdeckten zu Beginn des 20. Jahrhundert die Stammeskunst für sich , begannen zu sammeln und wurden durch deren Formensprache inspiriert.

Lange Rede, kurzer Sinn: Nachdem ich mich einschlägig informiert hatte und mir halbwegs sicher sein konnte, mit dem Senufo-Webrollenhalter keinen Fehlkauf zu landen, wurde er das erste Objekt in meiner kleinen Afrika-Sammlung. Seitdem hat mich das Thema nicht losgelassen. Mittlerweile besitze ich eine gut sortierte Bibliothek zur Tribal Art, besuche Auktionen und Ausstellungen und hin und wieder kaufe ich ein neues Kunstwerk.

Aber es wird keine große Sammlung werden: Oftmals macht es mich schon glücklich die Sachen einfach nur anzuschauen und zu bewundern. Besitzen will ich sie gar nicht unbedingt.

Außerdem gibt es da ganz praktische Gründe: Tribal Art ist mittlerweile fast unerschwinglich (jedenfalls für mein Budget, aber verglichen mit den astronomischen Summen, die für zeitgenössische Kunst gezahlt werden halten sich die Preise durchaus in Grenzen). Außerdem muss man die Objekte ja auch unterbringen.

Eine wunderbare Gelegenheit die schönsten Objekte internationaler Händler anzusehen (und auch zu erwerben) und dies gleichzeitig mit einer wunderbaren Städtereise zu verbinden ist der Parcours de Mondes (www.parcours-des-mondes.com), der im September in Paris stattfindet. Die renommiertesten Internationalen Tribal Art Galerien stellen in den Galerien von Saint Germain aus. Besser als jedes Museum!